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24-Schwimmen 2025 vom 28. - 29. Juni 2025

„Hai-Alarm“ im Freibad


Das Heiligenstädter 24-Stunden-Schwimmen wird immer mehr zum Familien- und Vereinsfest für Schwimmfreunde. Neue Rekorde, Zeltplatz-Atmosphäre und witzige Namen für Schwimmgruppen inklusive.
 

Von Samstag- bis Sonntagmittag fand im Vitalpark die 21. Auflage des Heiligenstädter 24-Stunden-Schwimmen statt. 168 Schwimmbegeisterte hatten wieder einen ganzen Tag lang Zeit, um so viele Bahnen zu ziehen, wie sie können und wollen. Das kann als Einzelwertung geschehen oder in der Gruppenwertung – zum Beispiel als Familie oder Verein. Dabei konnten sich die Teilnehmer ganz auf das Schwimmen konzentrieren, denn offizielle Zähler notierten die Anzahl der geschwommenen Bahnen und berechneten am Ende die gesamte zurückgelegte Distanz. Die lag für die Siegerin Cora Heidenreich aus Stuttgart (20 J.) bei 62 Kilometer, also 2480 Bahnen – womit sie einen beeindruckenden neuen Rekord in der Einzelwertung des 24h-Schwimmens aufstellte. Bei den Männern schaffte Manuel Schmäring aus Silberhausen (20 J.) 34 Kilometer. Auch bei den Jugendlichen lag das weibliche Geschlecht vorn: Jasmin Klaus aus Uder (15 J.) schwamm 45 Kilometer. Bester Junge war Levi Geburzky aus Worbis (15 J.) mit 36 Kilometern. 

Die jüngste Schwimmerin war mit vier Jahren Sanna Mittelstedt aus Göttingen mit 1100 Metern. Norbert Lange aus Sollstedt (68 J.) ist seit Beginn des 24h-Schwimmens dabei und schwamm 30 Kilometer. Insgesamt wurden 1794 Kilometer geschwommen. Neben dem sportlichen Wettkampf kommen die Teilnehmer aber auch wegen der freundlichen und entspannten Atmosphäre. „24h-Schwimmen ist eine Mischung aus Pool-Party, Ferienlager und Wassersport mit Freunden“, sagt Wolfgang Rehbein aus Weidenbach, der zum dritten Mal mit dabei ist, diesmal mit Ehefrau und Kindern. Dabei kommt offenbar auch der Spaß nicht zu kurz, das wird bei einem Blick auf die Auswertung klar: Hier kämpfen Schwimmgruppen wie der titelgebende „Hai-Alarm“ (natürlich aus Heuthen), „Days of Flunder“, „Die Flotten Otter“ oder die „Kraulquappen“ um die besten Ergebnisse. 

Die Herausforderung dabei sei nicht die nachlassende Kraft oder die Ausdauer, sondern das Auskühlen. „Selbst bei warmen 26 Grad Wassertemperatur im Hallenbad brauche der Körper nach ein paar Stunden Durchschwimmen auch wieder einige Zeit – und vor allem Nahrung – um wieder auf Betriebstemperatur zu kommen, sagt Nadine Degenhardt aus Heiligenstadt, die von Samstag auf Sonntag über sechs Kilometer geschwommen ist. Man würde deshalb nachts auch links und rechts vom Becken Schwimmer liegen sehen, die ihre Luftmatratze für ein Nickerchen gleich am Wasser aufgebaut haben.“ Selbst zwischen 2 und 3 Uhr morgens blieb somit keine Bahn leer und alle Teilnehmer konnten ganz nach ihrem Bio-Rhythmus ihre Bahnen schwimmen. Das ist nur möglich, weil ein großes Team aus Schwimmverein, Wasserwacht, Vitalpark und vielen Freiwilligen beim Organisieren und Zählen der Bahnen hilft.

 

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